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Energiepreispauschale

Auch Freiwillige bekommen die Energiepreispauschale in Höhe von 300,- €.

Wie ihr sie bekommt erfahrt ihr hier!

Auch Freiwilligendienstleistende im BFD und FSJ zählen zum Kreis der Anspruchsberechtigten für die Energiepreispauschale (einmalig 300 € für Steuerpflichtige nach § 1 Absatz 1 EStG, die im Veranlagungszeitraum 2022 u. a. Einkünfte nach § 19 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 EStG erzielen). Auch das Taschengeld zählt zu diesen Einkünften.

Ebenso wie bei hauptamtlich Beschäftigten wird die Energiepreispauschale vom „Arbeitgeber“ (hier die Einsatzstelle) ausgezahlt, wenn die Empfänger (hier die Freiwilligen) am 01.09.2022 in einem Dienstverhältnis stehen.

In den Fällen, in denen die Freiwilligen nicht am 01.09.2022 in einem Dienstverhältnis stehen oder die Einsatzstelle keine Lohnsteuer-Anmeldung abgibt (z.B. kleiner Verein beschäftigt nur Ehrenamtliche) können die Freiwilligen die Energiepreispauschale über die Abgabe einer Einkommensteuererklärung erhalten (siehe hierzu FAQ des BMI zur Energiepreispauschale VI. Nr. 2).

Haben Freiwillige Probleme, die Pauschale zu erhalten, können sie sich an die FaFDi wenden, wir unterstützen

Zusätzliche Informationen für Einsatzstellen

Zu Schwierigkeiten kann es bei der Auszahlung kommen, wenn der Träger das Taschengeld auszahlt. Denn die Finanzämter vergeben für die Lohnsteuer nicht mehrere Steuernummern, sondern nur eine pro Unternehmen und akzeptieren aber auch nicht mehrere Lohnsteueranmeldungen. Verarbeitet wird immer nur die letzte Meldung für jeden Zeitraum.

Wenn nun eine Einsatzstelle im FWD also auch andere Beschäftigte (als FSJ/BFD) hat und deswegen Lohnsteueranmeldungen abgibt, kann der Träger bei Vereinbarungen mit Rückdelegation (nach FSJ-Vertrag 11/2 und vergleichbare Regelungen zwischen Träger und EST im BFD) nicht unter der Steuernummer der Einsatzstelle eine weitere Lohnsteueranmeldung abgeben. Denn damit würde die Meldung der Einsatzstelle überschrieben (oder die Meldung der Einsatzstelle überschreibt die Meldung des Trägers).

Bei der Energiepreispauschale gehen die verbandlichen Zentralstellen davon aus, dass die in der Lohnsteueranmeldung einzutragen ist– vermutlich sowohl die Personenanzahl als auch die Höhe der ausgezahlten Pauschalen. Nur so erhält das Unternehmen auch die Erstattung der Auslage. Wenn der Träger „Arbeitgeber“ ist (im FSJ Verträge nach 11/1; im BFD vergleichbare Regelungen zwischen Träger und EST) oder bei  Verträgen ohne Rückdelegation (EST macht Lohn- und Personalbuchhaltung selbst -> im FSJ Verträge nach 11/2 ohne Rückdelegation; im BFD vergleichbare Regelungen) ist das auch Sicht der verbandlichen Zentralstellen unproblematisch.

Für Vereinbarungen mit Rückdelegation (FSJ 11/2-Verträge mit Rückdelegation und vergleichbare Regelungen zwischen Träger und EST im BFD) sind die verbandlichen Zentralstellen gerade dabei eine Lösung zu erwirken. Sobald wir hierzu nähere Informationen haben, geben wir Bescheid.